Die Magie eines zentrierten Brustkorbs
Stell dir vor, du atmest tief ein und spürst, wie sich dein ganzer Körper auf einmal leichter und beweglicher anfühlt. Doch was ist, wenn dein Brustkorb steif ist und deine Haltung beeinträchtigt? Viele Menschen leiden unter Verspannungen, die durch Alltagsstress oder langes Sitzen verursacht werden. Ein zentrierter Brustkorb mit beweglichen Brustbein-Gelenken können Abhilfe schaffen, indem sie die Atmung verbessern und so den Körper entlasten.
Den Brustkorb zentrieren
Brustkorb und Wirbelsäule stehen in einer komplexen Beziehung zueinander. Ein frei zentrierter und auf der Wirbelsäule ausbalancierter Brustkorb befreit die Gelenke deines gesamten Körpers, einschließlich der Hüft-, Knie- und Fußgelenke. Die Verbindungen erstrecken sich über die Wirbelsäule und das Kreuzbein bis hin zum Becken.
Stelle dir vor, dass die rechte und die linke Seite deines Rippenkorbs ausgewogen und im Einklang mit deiner Wirbelsäule sind. Stelle dir vor, wie sich dein Brustkorb synchron mit den Bewegungen deiner oberen und unteren Extremitäten bewegt. Beachte dabei speziell die Verbindung zwischen Becken, Brustkorb und Hüftgelenken. Wie ist das?
Die Gelenke des Brustbeins beweglich halten
Das Brustbein setzt sich aus drei Knochen zusammen: dem Manubrium, dem Korpus und dem Xiphoidfortsatz. Das Manubriosternalgelenk, eine Synchondrose, besteht aus einer Scheibe aus faserknorpeligem Gewebe zwischen den mit hyalinem Knorpel bedeckten Knochenenden. Es weist strukturelle Ähnlichkeiten zur Schambeinfuge auf und kann gelegentlich verknöchern. Bewegungsmangel und eine gekrümmte Haltung können diesen Prozess beschleunigen.
Du hältst diese Gelenke beweglich, indem du sie dir vorstellst und sie bewegst. Dadurch wird die Atmung freier und die obere Wirbelsäule flexibler. Der Xiphoidfortsatz, also der untere Teil deines Brustbeins, sollte beim Atmen nach innen und außen schwingen. Ideal ist eine hohe Position des Manubriums (oberer Abschnitt des Brustbeins), um den oberen Rippen und den oberen Brustorganen mehr Raum zu geben.
Schwingendes Xiphosternalgelenk
Berühre die Unterseite deines Brustbeins und gleite mit den Fingern nach oben. Am Anfang des Brustbeins wirst du eine Kante bemerken – dort befindet sich das Xiphosternalgelenk. Lass es beim Einatmen leicht nach vorne und beim Ausatmen nach hinten schwingen. Das ist ein zentraler Punkt für deine Atmung. Massiere die Region um den Xiphoid-Prozess behutsam, um deine Atmung zu erleichtern. In der Tiefe liegt der Solarplexus (auch Plexus coeliacus genannt), ein zentraler Punkt deines autonomen Nervensystems.
Superelastisches Brustbein
Stelle dir dein Brustbein als elastisch, ähnlich wie Gummi, vor. Beuge und strecke deine Wirbelsäule und spüre, wie sich deine Bewegungsfreiheit erhöht, wenn du es dir wie dehnbares Kaugummi vorstellst. Das Gleiche gilt für seitliche Beugungen.
Gestütztes Brustbein
Beim gestützten Brustbein stellst du dir vor, dass es von den Rippen auf beiden Seiten gestützt wird. Kann es sich dank der vielen stützenden Rippen entspannen?
Spiralförmiges Brustbein
Stelle dir vor, dass sich dein Brustbein bei Drehbewegungen deiner Wirbelsäule spiralförmig anpasst. Platziere eine Hand auf dem oberen und die andere auf dem unteren Abschnitt deines Brustbeins. Rotiere nun deine Wirbelsäule und beobachte, wie sich der obere Abschnitt stärker dreht als der untere. Dadurch entsteht eine spiralförmige Bewegung.
Fazit
Durch diese Vorstellungsbilder und Bewegungen wirst du dich wahrscheinlich flexibler, entspannter und vitaler fühlen. Du wirst spüren, wie dein gesamter Körper aufatmet.
Leg jetzt mit einer der fünf Übungen los und mach sie zu einem Teil deines Alltags. Welche wird deine Lieblingsübung? Für zusätzliche Tipps und Anleitungen sieh dir unsere Ressourcen an oder buche einen Workshop. Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren! Wie empfindest du deinen zentrierten Brustkorb?
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