Zisch, schon bist du ein Fisch
Leicht beim Sitzen, locker im Stehen, dynamisch beim Gehen: Das kann Jeder im Nu erreichen, mithilfe der Imagination. Wir erklären, wieso:
Stimmige Bilder
Längst erkannte die Wissenschaft: Bilder, die der Geist via Nervenbahnen an die Muskeln schickt, funktionieren blitzschnell. Wir denken, der Kopf ist eine Boje, die auf dem Wasser schwimmt und schon beschreibt ein aufmerksamer Betrachter, unser Verhältnis des Kopfes zum Hals als leicht. Schließlich ist der Körper feinster Sand, der Geist ist der Wind und man kann im Sand sofort die Spuren sehen, die der Wind hinterlässt.
Selbst das solide gebaute Auto geht kaputt, wenn der Fahrer es schlecht fährt. Für ein Körper-Geist-Gespräch, das der Beweglichkeit und der Körperhaltung dienen soll, braucht es also stimmige Bilder. Ein Beispiel: Wer sich vorstellt, einen sauren Apfel zu essen, der sieht die Farbe des Apfels, spürt das Fruchtfleisch, hört, wie er zubeißt und schmeckt die feine Säure. Der Gedanke ein Stein zu sein, wird ihn dagegen kaum begeistern, da er kaum die Sinne anspricht.
Konstruktive Ruhe
Zum Üben kannst du in der Konstruktiven Ruhe starten. Lege dich mit angewinkelten Beinen auf den Rücken. Nun arbeitest du im Gedanken mit bewegten Bildern. Für die Konstruktive Ruhe gibt es verschiedene Bilderfolgen, etwa Das Seerosenblatt oder Die Taschenlampe.
Das Seerosenblatt
Stell dir vor, du befändest dich auf einem riesigen Seerosenblatt, das auf einem Teich schwimmt. Unter dem Rücken spürst du die Wellen Wassers. Die Sonne scheint, ihre Strahlen wärmen den Körper. Auf einmal kommt ein leichter Sommerregen daher. Er benetzt die Haut und erfrischt den Körper. Jede Zelle saugt Leben spendendes Wasser auf. Die Gelenke fühlen sich wie frisch geölt an, die Muskeln sind elastisch.
Die Taschenlampe
Der Regen hört auf, aber das Kopfkino darf noch weiter gehen. Zum Beispiel bei der Konstruktiven Ruhe „Die Taschenlampe“. Bleibe in Gedanken auf dem Seerosenblatt liegen, sieh dich nun aber als liegenden Riesen. Beginnend im Kopf begibst du dich mit einer Lichtquelle auf die Reise durch alle Körperräume. Bist du von der Reise zurück, also wieder im Kopf, schaltest du die Taschenlampe aus.
Alltagsintegration
Es gibt auch Gedankenbilder, die nicht in eine Bilderreise integriert sind, sondern für sich allein stehen. Beim Sitzen auf einem Stuhl kannst du zum Beispiel imaginieren, wie die Sitzbeine und das Steißbein nach unten schmelzen. Dieses Bild lockert die großen Gesäßmuskeln, so kommt die Kraft für das Sitzen mehr aus dem Inneren des Beckens. Zum Aufstehen denke, dein Kopf sei ein leichter Ballon. Der Ballon zieht den Körper nach oben. Beim anschließenden Stehen längst du deinen Rücken, sieh, wie ein Gewicht das Steißbein zum Boden zieht. Die Hinterseite des Kopfes gleitet dagegen nach oben. Beim Gehen male dir aus, die Fußsohlen sind Sprungfedern, sie stoßen dich mit jedem Schritt nach vorn und der Kopf liegt dabei so leicht auf der Wirbelsäule wie ein Billardball auf einem senkrecht stehenden Queue.
Bilder sind keine Pillen
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf die Imagination. Bilder sind keine Pillen. Um ein besseres Gefühl für das Training mit dem Gedankenmuskel und für den Körper zu entwickeln, hilft, zuvor innezuhalten und aufmerksam Arme, Beine, Rumpf, Hals und Kopf sowie die Atmung zu scannen. Was ändert sich im Vergleich dazu während oder nach der Imagination? Was ist neu?
Wie trainieren?
Entweder, wende dich gelegentlich Vorstellungsbildern zu und/oder er trainiere die Imagination jeden Tag einige Minuten systematisch. Zweiteres bringt mehr, mit dem Training per Gedankenmuskel ist es wie mit jedem Sport, es bedarf Zeit und Wiederholung, dass man sich darin bessert. Während das Kopfkino auf der inneren Leinwand läuft, versuche nicht, etwas Bestimmtes zu spüren. Lasse die Imagination auf dich wirken, das Nervensystem versteht ihre Sprache, bringt die Botschaft an die Muskeln, diese wiederum richten das Skelett neu aus.
Dein
Team Franklin-Methode
Sharing ist Caring
Wie hat dir dieser Beitrag gefallen? Teile diesen Blog-Beitrag über die Franklin-Methode® auch mit deinen Freunden. Außerdem freuen wir uns über deine Likes und Kommentare.
Du möchtest mehr über die Franklin-Methode® erfahren? Dann besuche die Franklin-Methode® auf Facebook, sieh dich unter unseren Büchern um oder abonniere den kostenlosen Newsletter der Franklin-Methode®.
Und erhalte Monat für Monat neue Ideen für die Beweglichkeit – sowie aus erster Hand Informationen zu Health-Workshops, Online-Kursen und Ausbildungen der Franklin-Methode®.

