Die Verkörperung der Funktion verbessert die Funktion
Kennst du bereits einige Bücher, Workshops oder Webinare aus der Franklin-Methode? Und fragst du dich nicht auch, was Eric meint, wenn er davon spricht, dass die Verkörperung der Funktion die Funktion verbessert? Wenn du das wissen möchtest, bist du hier richtig, wir erklären es dir.
Was ist die Franklin-Methode?
Die Franklin Methode ist ein Konzept der angewandten Neuroplastizität, welche kognitive Fähigkeiten zur Harmonisierung von Bewegungsabläufen und Körperfunktionen fördert. Ihre wichtigsten Kennzeichen sind eine spezielle Lernspirale, die Systematik der Imagination und eben die Verkörperung.
Die Lernspirale
Als erster Schritt beim Training mit der Franklin-Methode wird empfohlen, die Bewegungs- und Haltungsmuster mit viel Geduld zu erforschen. Das hierbei entwickelte Gefühl für den Körper soll dazu beitragen, unphysiologische Bewegungsmuster bewusst zu vermeiden, indem Bewegungsabläufe gedanklich geplant werden. Die Franklin-Methode verwendet eine Lernspirale, in der Personen neue Haltungs- und Bewegungsmöglichkeiten nachhaltig lernen.
Die Imagination
In der Franklin-Methode begleitet der Einsteiger zunächst ganz einfache Übungen oder Alltagsbewegungen wie Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen mit Vorstellungsbildern, um dann später auch komplexere Tätigkeiten einzubeziehen. Den Vorstellungsbildern liegt eine bestimmte Systematik zugrunde. Beispielsweise kennt die Franklin-Methode metaphorische, anatomische, biologische und anatomisch-metaphorische Bilder. Ferner gibt es Bilder, die von außen nach innen auf den Körper wirken, und Bilder, die von innen nach außen wirken.
Die Verkörperung
Dabei verzichtet die Franklin-Methode darauf, dem Trainierenden die richtige Form und Technik für eine Übung vorzugeben. Daher genügt es nicht, die Bilder aus der Franklin Methode zu kennen, sondern man muss sie auch verkörpern: Nur über die Verkörperung einer Funktion reagiert das Nervensystem, wodurch dann die Funktion verbessert wird. Die Verkörperung ist ein körperliches Aha Erlebnis, kein intellektuelles Wissen, vielmehr eine körperliche Erkenntnis.
Der Begriff lässt sich am einfachsten an einem Beispiel erklären: Die Wirbelsäule des Menschen hält ihn aufrecht, ihre doppelte S Kurve könnte man als die Momentaufnahme einer Welle bezeichnen. Lass das Gefühl von schwingenden Meereswellen und ruhigem Fließen zunächst nur in der Vorstellung in Deine Wirbelsäule sickern. Dann, wenn Du die innere Welle immer deutlicher spürst, kannst du eine feine Wellenbewegung auch äußerlich zulassen. Genieße die Meereswellen in der Wirbelsäule einige Minuten und komme dann äußerlich zur Ruhe. Spüre innerlich noch etwas nach: Wie geht es dir jetzt?
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