Franklin-Methode: Selbsthilfe bei Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen – wer kennt sie nicht ? Lies, was Helene Moser aus Bern (Schweiz) ihren Kopfschmerz-Patienten mit auf den Weg gibt, wie sie sich von der unangehmen Pein befreien können. Helene Moser ist Franklin-Methode Therapeutin, Präsidentin des Vereins Franklin-Methode Schweiz und MscPT, cand. PhD der Physiotherapie:

    Kopfschmerzen, einschließlich Migräne, sind sehr häufig“, erklärt Helene Moser. „Sie können eine Vielzahl Ursachen haben, manche sind funktionell bedingt, andere dagegen strukturell.“ Zum Beispiel wenn die Nackenmuskulatur dauerhaft sehr angespannt sei, wie das bei vielen Menschen durch Büro-Arbeit oder bei psychischer Anspannung mit Hochziehen der Schultern vorkomme, würden Kopfnerven abgeklemmt, die vom Schädel zur Nackenmuskulatur laufen. Und dieses führe dann zu Schmerzen im Versorgungsgebiet der betroffenen Kopfnerven.

    Den Kopf als Luftballon sehen.

    Was mich als Physiotherapeutin an der Franklin-Methode begeistert ist, dass es sehr viele Bilder gibt, die ich meinen Kopfschmerzpatienten als täglich zu absolvierende Hausaufgabe (Alltagsintegration) auf den Weg geben kann, wie sie die Nackenmuskulatur wieder entspannen“, sagt Helene Moser. Diese Hausaufgaben dauern in der Regel nur wenige Minuten, sind aber sehr wirksam: „Ein geeignetes Bild aus der Franklin-Methode ist beispielsweise, dass man den Kopf im Sitzen oder Stehen als einen mit Helium gefüllten Luftballon sieht. Man imaginiert, dass der Ballon alleine durch das Gas angehoben wird, also durch den leeren Raum innerhalb des Kopfes. Der Hals und die zentrale Achse des Körpers sind die Schnur, an der der Ballon befestigt ist, die Schnur wiederum ist am Steißbein angebunden, dass der Ballon bzw. der Kopf nicht davonfliegt.“

    Den Kopf schaukeln.

    Eine andere Möglichkeit, die Nackenmuskulatur gezielt zu trainieren sei die Kopfschaukel: „Die Kraft, die den Kopf ausbalanciert, sitzt von der Seite gesehen fast in der Mitte des Kopfes“, erklärt Helene Moser. „Ist der Kopf gut ausbalanciert, überlassen wir dem Skelett die Haupt-Arbeit, ihn zu tragen. Ist der Kopf dagegen schlecht ausbalanciert, müssen die Nackenmuskeln über Gebühr ran. Bereits ein bewusstes, mehrmals tägliches Üben des „Ja“-Nickens, bei dem man den Kopf ausschließlich im Kopf-Nacken-Gelenk bewegt, entlastet die gestressten Nackenmuskeln. Manchen meiner Patienten hilft, für dieses „Ja“ – Nicken an eine Wippe zu denken, deren Mittelpunkt in der Kopfmitte liegt.“ Eine hilfreiche Variante dieser Übung sei, während der Kopf nach unten nicke bewusst mit den Augen zur Decke zu schauen und umgekehrt, während der Kopf nach oben gehoben würde, mit den Augen zum Boden zu schauen: „So lernt man spielerisch mit den Stellungsreflexen umzugehen, was die verloren gegangene Koordination der Nackenmuskulatur bei Spannungskopfschmerz wieder erhöht.“

    Expertenrat einholen.

    Die Imaginationen aus der Franklin-Methode seien für Jedermann leicht durchführbar, ein regelmäßiges Training verspreche Linderung. Jedoch sei es bei chronischen Kopfschmerzen als auch bei ungewöhnlichen Kopfschmerzen stets wichtig, dass man Experten wie einen Arzt oder einen Physiotherapeuten zu Rate ziehe, statt auf eigene Faust zu handeln warnt Helene Moser vor Selbstdiagnosen. Auch könne es zum Einstieg in ein gesundheitsorientiertes Training mit Hilfe der Imagination helfen, zunächst gemeinsam mit einem Franklin-Methode Therapeuten zu üben. „So bekommt man ein besseres Verständnis und differenziertes Bewegungserlebnis, wie man mit der Imagination trainiert“, betont Helene Moser.

    So findest du einen Franklin-Methode Therapeuten:

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    Adressen von diplomierten Bewegungspädagogen der Franklin-Methode in eurer Nähe findet ihr hier: https://franklin-methode.ch/franklin-methode-bewegungspadagogen

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